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Kapitel
- Armutsrisiko Kindheit
- Wer arm ist, spielt nicht mit
- Wie sich Armut anfühlt
- Arme Kinder = arme Erwachsene?
- Links zum Thema
Armutsrisiko Kindheit
Dabei sind es vor allem die "geminderten Erwerbs- und Einkommenschancen ihrer Eltern", die laut Armutsbericht der Bundesregierung immer mehr Kinder in die Sozialhilfe schicken. Für Heinz Hilgers, Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, kommen noch die "Unvereinbarkeit von Arbeit und Kindern" und ein "ungerechter Familienlastenausgleich" dazu: "Wenn Sie ein Kind haben, haben Sie im Monat automatisch 150 Euro weniger."
Nach Angaben des Deutschen Kinderschutzbunds ist mittlerweile jede dritte kinderreiche Familie in Deutschland auf ergänzende oder volle Sozialhilfe angewiesen. Auch die Lage von Kindern alleinerziehender Frauen ist "sehr schwierig", sagt Petra Hölscher, Rehabilitationssoziologin an der Universität Dortmund und Autorin der Studie "Immer musst du hingehen und praktisch betteln". Laut Statistischem Bundesamt landet mehr als die Hälfte von ihnen früher oder später in der Sozialhilfe.
Heraus kommen sie dagegen meist nur schwer. Kinderreiche Familien und alleinerziehende Mütter verbleiben weit länger in der Sozialhilfe als die durchschnittlichen 17 Monate. Auch Emin erinnert sich nur noch vage daran, dass sein "Vater früher immer um sechs aufstehen musste". Jetzt, da er und seine Frau krank sind, gibt es für Emin und seine fünf Geschwister so gut wie gar keine Chance der Armut zu entkommen. "Sozialhilfe", sagt er, "das ist doch ganz normal."







