Dossiers

In den vergangenen Jahren sind Defizite bei der Förderung von Kindern und Jugendlichen sowie der Ausgestaltung ihrer Lebensräume immer augenfälliger geworden und so stärker in das öffentliche Bewusstsein gerückt. Dies betrifft nicht nur die Perspektiven in der Schule oder Ausbildungsmöglichkeiten, sondern ebenso die sozialen Lebensumstände, die damit einhergehen. Ziel unserer Dossiers ist es, einige wichtige Themenfelder zu beleuchten und erfolgversprechende Lösungsansätze herauszuarbeiten.
Gesichter nachdenklicher Jugendlicher im Profil.

Armut von Kindern und Jugendlichen in Deutschland

In Deutschland muss niemand hungern. Kinder und Jugendliche, die in Sozialhilfe leben, haben es trotzdem schwer: Sie sind häufiger krank und schlechter ernährt, sind Enge, Lärm und Luftverschmutzung ausgesetzt, leiden unter Konsumverzicht und Ausgrenzung. Und auch ihre Bildungschancen sind begrenzt. Das Erschreckende: Die Armut von Kindern und Jugendlichen steigt stetig an.

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Zwei Kinder liegen auf einer Wiese und blicken verträumt

Dem Speckgürtel zu Leibe rücken

Gesund leben muss doch kinderleicht sein? Für Kinder und Jugendliche nicht mehr. Statt sich draußen zu bewegen, sitzen viele heute vorm Fernseher. Statt eines gemeinsamen Essens mit der Familie gibt’s oft die schnelle Mahlzeit zwischendurch. Und statt Gemüse zu kochen, schieben manche Eltern lieber eine Pizza in den Ofen.

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Ein Junge sitzt grübelnd an einem Tisch. Vor ihm liegt sein Heft und ein Stift.

Die Schule: Bereicherung eines Ortes

Die PISA-Studie hat vieles in Bewegung gesetzt an den deutschen Schulen. Nach Meinung von Bildungsforschern, Eltern und Schülern ist das aber noch lange nicht genug. Die Integration von Schülern mit Migrantenhintergrund, der Umbau von der Halb- zur Ganztagsschule, die Übernahme von Erziehungsfunktionen, das Problem der Gewalt – Schule lässt sich an vielen Stellen bereichern. Nur: wie?

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Jugendliche sitzen auf einer Wiese und besprechen etwas

Kinder und Jugendliche und der öffentliche Raum

Verstecken in verwinkelten Hinterhöfen, Fußball auf der Straße und Baumhütten im Wald: was für frühere Generationen selbstverständliche Kinderräume waren, ist heute oft nur noch Erinnerung. In den Innenstädten ist oft nur das Auto König und von freier Fläche ist wenig zu sehen. Kein Raum für Kinder? In den letzten Jahren mehren sich die Stimmen, die ein Mitgestaltungsrecht in Sachen Stadtentwicklung für Kinder und Jugendliche fordern. Doch zwischen Theorie und Praxis klafft noch manche Lücke.

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Ein junger Mann liegt bäuchlings auf dem Boden und liest

Zwischen Schule und Ausbildung

200.000 betriebliche Ausbildungsplätze fehlten im Jahr 2003. Bund, Länder und Arbeitsagenturen versuchen mit vielen Angeboten, eine Brücke ins Berufsleben zu bauen. Die neuen Hartz-Gesetze setzen dabei auf zwei Prinzipien: 1. individuelle Betreuung. 2. „fordern und fördern“. Trotzdem mahnen die Bildungsträger: Jugendliche mit besonderem Betreuungsbedarf dürfen nicht vergessen werden.

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