Genug geredet!
Um Kinder und Jugendliche geht es in unserer Gesellschaft häufig nur noch im Hinblick auf die Sicherung der Renten und die internationale Konkurrenzfähigkeit ihrer Schulleistungen. Sie werden wahrgenommen als Konsumenten, als "Armutsrisiko" und Karrierebremse oder als Zahl in der Arbeitslosen- und Sozialhilfe-Statistik. Wann aber beschäftigen sich Politiker, Medien und Öffentlichkeit mit Kindern und Jugendlichen um ihrer selbst willen?
Die Aktion Mensch hat Heranwachsende nach ihren Wünschen gefragt und festgestellt: Diese sind ganz einfach und nahe liegend! An erster Stelle stehen Orte, an denen man am Nachmittag oder am Wochenende Gleichaltrige treffen kann: Räume, in denen es warm ist, wo Getränke erschwingliche Preise haben, wo man gemeinsam reden oder spielen kann oder wo es kreative Angebote aus den Bereichen der Kunst oder des Handwerks gibt. Weiterhin fehlen frei zugängliche Plätze zum Spielen und für den Sport. Zu den häufigsten genannten Bedürfnissen gehören außerdem Hilfe bei den Hausaufgaben, die Möglichkeit, mit Tieren umzugehen, ein Musikinstrument zu lernen oder sich zu engagieren.
Für Projekte vor Ort, die auf diese Wünsche eingehen und die für jeden erschwinglich sind, stehen immer seltener die nötigen finanziellen Mittel zur Verfügung. Auch sind immer weniger Erwachsene bereit, sich für diese Bedürfnisse zu engagieren.
Das soll sich ändern!